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Sexualität

Im Tantra geht es darum die Sexualenergie für dein ganzes Leben nutzbar zu machen. Am Anfang steht das Verständnis, dass wir durch diese Energie ins Leben gekommen sind. Sexualität ist die Grundenergie, die in jeder Zelle von uns steckt.
Deshalb ist es im Tantra so wichtig, sich nicht dagegen zu stellen, sich nicht im Widerstand mit seiner sexuellen Energie zu fühlen, sondern sie anzunehmen und sie bewusst einzusetzen für seine ganzen Lebensbereiche.

Im optimalen Fall, haben sich ein Mann und eine Frau in Liebe vereinigt und mit dem Wunsch nach einem Kind dieses gezeugt. Dieses Kind hat die maximalle Lebensenergie mitbekommen, es ist von Anfang seines Lebens mit der Sexualität im Reinen und durchdrungen von ihr.

Ist es nicht so gewesen, ist es umso wichtiger die Sexualenergie lieben zu lernen und sich mit ihr auszusöhnen. Wieder ein natürliches Verhältnis zu seiner Sexualität zu bekommen, das ist der Weg im Tantra.
Die Energien die wir aufbauen sind an sich neutral, das was du daraus machst ist nicht neutral. Im Tantra wollen wir die sexuelle Energie in Liebe umwandeln, wir verbinden die Sexualität mit dem Herzen und transformieren sie zur Liebe.
Das ist einer der schönsten Vergleiche ist für uns:
Sexualität kannst du nur wirklich verstehen, wenn du dich im Liebesakt bewegst wie ein Dichter im Rosengarten – nur dann. Mit einer gespannten, schuldbewussten Einstellung den Rosen gegenüber geht man durch den Garten, ohne seine Augen je richtig aufzumachen. Man hat es eilig, man rast wie ein Gehetzter an allen Rosen vorbei, um bloß aus dem Garten herauszukommen, wie kann man da bewusst sein?

Also gehe langsam, akzeptiere dich erst einmal wie du bist und dann versuche die Liebe zum Rosengarten in den Vordergrund zu bringen. Nimm den Duft wahr, die Ruhe, die Schönheit von innen und die Energieströme und es werden dir die Tränen kommen vor Ruhe und Berührtheit.

So wirst du zum Empfänger der Liebe und zum Schenkenden in der Liebe.

Tantra propagiert keine sexuellen Ausschweifungen, sondern stellt lediglich fest: Sexualität ist eine Quelle der Glückseligkeit und wenn du diese Glückseligkeit einmal erfahren hast, wenn du beginnst die Sexualität in die Liebe zu transformieren,
dann kann es zum Sprungbrett werden sich nicht mehr getrennt zu fühlen.

Sich verbunden zu fühlen mit dieser Welt, mit allem in Liebe und Spaß verbunden zu sein und sein Leben zu genießen.

Das Leben zu genießen ist nicht selbstsüchtig, es ist ein Geschenk an die anderen Menschen, seine Freude, sein Sein zu verschenken, seine Lebensfreude mit den Anderen zu teilen, sie zu motivieren, sie zu animieren, sich selbst zu feiern und zu lieben. Was kann daran Selbstsüchtig sein? Nein im Gegenteil jemand der sich opfert für Andere wird destruktiv und zieht die Selbstaufopferung vor und macht dem Anderen ein schlechtes Gewissen.
Sexualität ist der Ursprung aller Kreativität. Die Natur Gottes, hat alle Dinge durch Sexualität hervorgebracht. Schau dir die Natur an, wie schön alles in ihr ist.

Wenn du diesen Gedanken aus dem Tantra für dich verstehst und auch verstehst, dass du durch Sex gezeugt und in diese Welt gekommen bist, dann erkennst du, dass du eins bist mit der Natur. Erkenne deine Einheit, diese erkennst du nicht durch Widerstand, sondern mit dem Annehmen und dem Akzeptieren, was dich ausmacht, deine Einzigartigkeit, aber nicht deine Getrenntheit vom Göttlichen.

So kann Mann und Frau sich in der Vereinigung heilen, sich zurückerinnern an die Verbundenheit, an den Teil in uns der liebt.

Das geht jedoch nur in der körperlichen Verbundenheit. Nimmst du zum Beispiel die Pornographie, dann spielt sich dein Sex im Kopf ab und wird zur Lüsternheit. Deine körperlichen Empfindungen stumpfen ab und verkümmern, das ist nicht der Weg, sondern das aufeinander treffen der Polarität in den Verschiedenheiten von Frau und Mann, von Shiva und Shakti, wie wir im Tantra sagen.

Ein noch ganz wichtiger Aspekt der Sexualität ist. In unserer heutigen Zeit ist die Sexualität oft der einzige Moment von körperlicher Nähe. Damit degradieren wir die Sexualität zum Mittel zum Zweck. Viele Menschen lassen sich auf Sex ein auf der Suche nach Zärtlichkeit, obwohl ihnen gar nicht danach ist.

So habe so viel Kontakt und Zärtlichkeit wie möglich im Leben, so kannst du klar unterscheiden, wann du Lust auf Sexualität hast und wann du gehalten werden willst.
Bei uns im Seminar kommt es in den offenen Seminaren nicht zur Vereinigung, wir wollen einen Raum schaffen für Berührung und Heilung und das Auftanken.

Sexualität ist nur der erste Schritt auf einem Weg, der so voller Gefühle und Wunder ist und nicht der letzte.

Aber wenn du versäumst den ersten Schritt zu tun, versäumst du auch den letzten.