Das rote Tantra
Unter rotem Tantra sind alle Tantra Richtungen einzuordnen die die ausgeübte Sexualtität mit einbeziehen.
Das bedeutet jedoch nicht ein Vereinigungsritual. Ob in der jeweiligen Schule oder dem Seminar, auch sexuelle Praktiken und Übungen für die sexuelle Energie jeweils ausgeführt werden und wie tief diese Übungen gehen, musst du erfragen.
Einige Grundsätze des roten Tantra sind.
Es kommt zu körperlicher Berührung über den Kontakt der Hände hinaus.
Atemübungen und Beckenübungen zur Steigerung der Lustfähigkeit.
Übungen zur Erweckung der Kundalinieenergie auch im gegenseitigen Kontakt.
Der ritualisierte Ablauf verbindet Meditaitonstechniken mit der Lust und ist nicht eigenmächtig abänderbar.
Tantrische Übungen sind auch genitale Trainings.
Beide Geschlechter sind gleichwertig.
Das weiße Tantra
Unter weißem Tantra sind alle Richtungen einzuordnen, bei denen die körperliche Sexualität für den spirituellen Weg nicht verwendet wird.
Sexualität in der Partnerschaft, wird jedoch nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern von einigen Richtungen in gesundem Maße sogar empfohlen.
In den Übungen wird die körperliche und sinnliche Lust nur noch transzendiert gelehrt. Die Ziele sind transpersonal und unegosistisch und auf edle Ideale bezogen.
Auch Weißes Tantra wirkt darauf hin, den Ballast zu verringern, den wir in uns herumtragen. Es wird meist in langen Reihen ausgeführt, in denen Männer und Frauen sich in weißer Kleidung gegenübersitzen und die Übungen synchron durchführen, meist eine Kombination aus Arm- und Handhaltungen mit Atemführung und Mantras (Meditationsworte), oft mit Augenkontakt.
Es bewirkt eine sehr effektive innere Reinigung und birgt die Chance, ein klares Selbstverständnis zu entwickeln. Tief liegende innere Blockaden können sich lösen.
Im Gegensatz zum roten Tantra, befasst sich weißes Tantra in den Übungen nicht mit Sexualität.